5. November 2019

ALPLApharma – ein neuer Global Player für innovative Pharmaverpackungen

Von 5. bis 7. November 2019 präsentiert ALPLA mit ALPLApharma eine neue Marke im Rahmen der Fachmesse CPhI in Frankfurt am Main. Lesen Sie dazu ein Interview mit Walter Knes, Global Sales Director Closure Systems, Injected Parts and Pharma bei ALPLA.

Herr Knes, mit ALPLApharma wird ALPLA in einem neuen Marktsegment aktiv. Wie kam es zu der Entscheidung?

ALPLA ist in den vergangenen Jahren durch Akquisitionen in Afrika und Südosteuropa gewachsen. Den Anfang machte 2016 ein Joint Venture mit der Taba-Gruppe in Ägypten (heute ALPLA TABA), 2017 folgte die Übernahme von Boxmore Packaging (heute ALPLA South Africa) und schließlich erwarb ALPLA 2018 einen rumänischen und einen griechischen Standort der Argo S.A. Alle genannten Unternehmen verfügten über Erfahrung im Bereich Pharmaverpackungen und hatten aktive Beziehungen zu Kunden aus der pharmazeutischen Industrie.

Also kann man sagen, dass sich ALPLA hier nicht auf ein völlig neues Terrain begibt, sondern auf jahrelange Erfahrung zurückgreifen kann?

Genau das ist der Kern der Sache. Bei der Integration der neuen Betriebe haben wir das wertvolle Know-how in diesem anspruchsvollen Marktsegment erkannt und und es zu schätzen gelernt. Unser Ziel war es, diese Expertise zu bündeln, sie mit den Werten und Leistungen von ALPLA zu vereinen und in unser globales Netzwerk zu integrieren. Die Einführung von ALPLApharma ist somit der nächste logische Schritt. Diese eigene Marke unter dem Dach der ALPLA Group steht für eine größere Produktauswahl mit umfassendem Service auf internationalem Niveau.

Produktauswahl ist ein gutes Stichwort. Im Pharmamarkt spielen doch eher Standardprodukte eine Rolle als maßgeschneiderte Verpackungslösungen, für die ALPLA bekannt ist. Wie geht das zusammen?

Das ist neu für uns, ja. Die Produktpalette reicht derzeit von Flaschen für Flüssigkeiten und feste Stoffe und Behältern für Tabletten und Dragees über Verschlüsse und Dosiersysteme – insbesondere Augentropfer und Nasensprays – bis hin zu Zubehör für die Verabreichung von Arzneimitteln mit und ohne Messhilfen. Die Standardprodukte können übrigens sehr einfach in unserem neuen Webshop ausgewählt und bestellt werden. Jedoch wollen wir in Zukunft auch in diesem Marktsegment mit kundenspezifischen Entwicklungen, sprich maßgeschneiderten Verpackungslösungen, punkten. Aus meiner Sicht kann sich die Konstellation aus den zugekauften Standorten mit ihrem Fachwissen und dem Standing von ALPLA als Technologieführer nur als befruchtend herausstellen. Die Zusammenarbeit hat sich mittlerweile gut eingespielt.

Welche Pläne hat ALPLA für dieses neue Marktsegment?

Es ist ein Wachstumsmarkt und wir setzen entsprechende Maßnahmen. In Griechenland werden wir die Produktionskapazitäten, insbesondere für Augentropfer und Nasensprays, erweitern. Die Reinraumproduktion nach ISO 7 wurde hier bereits ausgebaut, um die steigende Nachfrage abzudecken. Und auch in Ägypten planen wir Investitionen in zusätzliche Produktionsflächen.

Abschließend, was macht dieses neue Marktsegment aus Ihrer Sicht besonders interessant?

Die pharmazeutische Industrie ist eine sehr herausfordernde Branche mit ganz eigenen Marktmechanismen. Die Qualitätsansprüche sind verständlicherweise enorm hoch. Meiner Einschätzung nach haben innovative Verpackungslösungen aus Kunststoff in der Pharmabranche eine chancenreiche Zukunft. Kein anderes Material ist so gut wie Kunststoff geeignet, Produkte vor Fälschung zu schützen, ihre missbräuchliche Verwendung zu verhindern und sie sicher zu transportieren. Digitalisierung und neue Technologien eröffnen wie in anderen Branchen auch vielversprechende Möglichkeiten. Kurz, es ist ein spannendes Umfeld, für das wir die richtigen Verpackungslösungen anbieten können.

Walter Knes startete seine Karriere bei ALPLA im Jahr 1992. Er entdeckte rasch seine Leidenschaft für den Spritzguss und war in diesem Bereich viele Jahre in leitenden Funktionen aktiv. Seit 2008 ist er Global Sales Director für den Bereich Spritzguss. Der 49-Jährige schätzt an ALPLA besonders die Vorzüge eines Familienunternehmens: „Man hat die Möglichkeit, mit jungen Nachwuchskräften genauso zusammenzuarbeiten wie mit erfahrenen Mitarbeitern und Vorstandsmitgliedern.“