27. April 2018

Sicheres Trinkwasser für die Stämme der Korku und der Barela in Khandwa

ALPLA and Helioz introduce WADI, a system that provides a devie to access safe drinking water

Im April diesen Jahres konnten Tomas Hromjak und ich einen regionalen Besuch bei ALPLA India mit einem Besuch in der Stadt Khandwa verbinden, um den Bewohnern dort WADI vorzustellen. Dieses System besteht aus einem Gerät, mit dem man Zugang zu sauberem Trinkwasser erhält. Gemeinsam mit Helioz unterstützen wir bei ALPLA die Caritas in Indien sowie den Sozialdienst der Diözese Khandwa (Khandwa Diocesan Social Services – KDSS) dabei, dass die Stämme der Korku und Barela in Khandwa dieses Gerät zur Desinfektion erhalten. Ich möchte Sie zu meinem Besuch im Dorf Indrakheda mitnehmen, wo wir betonen wollten, wie wichtig sauberes Trinkwasser ist, und zeigen, wie WADI den Menschen vor Ort helfen kann.

Über WADI

Obwohl Wasser ein wichtiger Rohstoff für das menschliche Wohl ist, haben in vielen Teilen Indiens die Menschen keinen oder nur sehr beschränkt Zugang zu sicherem und günstigem Trinkwasser. Die Desinfektion von Wasser mit Hilfe von Solartechnik (Solar water disinfection – SODIS) im Kombination mit der WADI-Anzeige soll diesen Menschen durch kostengünstige und nachhaltige Lösungen leichteren Zugang zu sauberem Trinkwasser verschaffen. Bei WADI handelt es sich um ein solarbetriebenes UV-Messgerät, das den Prozess von SODIS in PET-Flaschen anzeigt. Man kann es neben die Flaschen stellen, die mit verunreinigtem Wasser gefüllt und in die Sonne gelegt werden. Wenn der Prozess abgeschlossen und das Wasser trinkbereit ist, erscheint auf dem WADI ein lächelnder Smiley. Aktuell hat man sich als Ziel gesetzt, 3 Millionen Liter Wasser pro Jahr zu desinfizieren, was etwa 4000 Menschen zugutekommen und außerdem die Gesundheitsrisiken reduzieren wird.

Unser Besuch in Indrakheda

Die Stadt Khandwa liegt etwa 130 Kilometer südöstlich von Indore im Bundesstaat Madhya Pradesh. Bei unserer Ankunft dort wurden wir von Bischof Durajaj, dem Oberhaupt der Diözese Khandwa, herzlich willkommen geheißen. Der Bischof setzt sich sehr für Ausbildungs- und Gesundheitsaktivitäten in dieser Gegend ein. Das Team von ALPLA traf sich dann mit Vertretern der Caritas in Indien, von KDSS und Helioz. Gemeinsam machte man sich auf den Weg ins Dorf Indrakheda, was etwa eine Stunde dauerte.

Speech to introduce the inhabitants of Khandwa to WADI.

Ein herzliches Willkommen

Indrakheda ist eine einfache Siedlung eines Korku-Stammes. Bei unserer Ankunft wurden wir mit einem Fest und einer feierlichen Eröffnungszeremonie begrüßt. Die Ortsansässigen schmückten uns mit Blumengirlanden und einer traditionellen indischen Kopfbedeckung, dem Pagadi. So festlich gekleidet wurden wir mit Ochsenkarren zum Treffpunkt gebracht, angeführt von einer Prozession aus singenden Frauen und Männern. Am Treffpunkt nahmen wir unsere Plätze auf der Bühne ein. Ich hielt eine kurze Einleitungsrede, um unsere Dankbarkeit für das herzliche Willkommen zum Ausdruck zu bringen und die Vorteile zu betonen, die eine gute Wasserqualität hat. Diese Rede wurde zum besseren Verständnis simultan ins Hindi übersetzt.

Die Bedeutung von WADI erläutern

Anschließend demonstrierte Gregor Riss von Helioz, wie genau das WADI-Gerät funktioniert. Er zeigte, wie in wenigen einfachen Schritten schmutziges Wasser in einen sicheren und gesunden Rohstoff verwandelt wird. Die Bewohner freundeten sich schließlich mit der Idee an und holten sich ihre eigenen Geräte ab. Die Lokalbevölkerung davon zu überzeugen, ihre Alltagsgewohnheiten zu verändern und ein neues Gerät zu verwenden, ist ein bedeutender Schritt. Wie für jede Veränderung braucht man auch für diese Durchhaltevermögen, Geduld und eine starke Überzeugung für das Endergebnis. Für uns bei ALPLA ist es eine große Ehre, das Gesicht dieser Wohltätigkeitsaktivität bei dieser Einführung gewesen zu sein und zu einer so guten Sache beizutragen.

Autorenprofil

Christoph Hoffmann, Director Corporate Strategy, Business Development & Sustainability

Christoph arbeitet seit 2012 bei ALPLA. Er ist der Director of Corporate Strategy, Business Development & Sustainability. Seinen Ph. D. erhielt er an der Universität St. Gallen, wo er außerdem für Forschung und Beratung im Bereich Logistik und E-Business zuständig war. Er ist leidenschaftlicher Befürworter von Veränderungen in Unternehmen und verfolgt ganzheitliche Ansätze in Bezug auf Ziele, Prozesse, Handlungsweisen und Mitarbeitermotivation. In seiner Freizeit kocht Christoph gerne mit seiner Familie und fährt in den Alpen Ski.