Stabiles Geschäftsjahr 2025: ALPLA erzielt 5,2 Milliarden Euro Umsatz
ALPLA blickt trotz schwieriger globaler Wirtschaftslage auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 zurück. Mit einem Umsatz von 5,2 Milliarden Euro bleibt der Verpackungs- und Recyclingspezialist auf Wachstumskurs. Strategische strukturelle Weichenstellungen und Investitionen sichern die führende Rolle des Unternehmens. Der Personalstand stieg auf rund 25.500 MitarbeiterInnen, die Anzahl der Standorte auf 206. Starke Resultate erzielte ALPLA in Nord- und Südamerika sowie im Bereich EBM (Extrusionsblasformen). Ambitionierte neue Recyclingziele bis 2030 unterstreichen das Bekenntnis zur Kreislaufwirtschaft.
Technologiemarktführer ALPLA fertigt innovative Verpackungen aus Kunststoff für unterschiedliche Branchen im FMCG-Markt.
ALPLA beliefert internationale Konsumgütermarken und lokale Kunden mit sicheren, leistbaren und nachhaltigen Verpackungslösungen aus Kunststoff. Das 1955 gegründete Familienunternehmen ist auch in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten ein zuverlässiger und innovativer Partner. Mit einem Umsatz von 5,2 Milliarden Euro (2024: 4,9 Milliarden Euro) hat der Verpackungs- und Recyclingspezialist das Geschäftsjahr 2025 soeben erfolgreich abgeschlossen. Beim Personalstand und der Standortanzahl verzeichnete ALPLA ein Plus auf rund 25.500 MitarbeiterInnen bzw. 206 Werke.
Die stabile Entwicklung im 70. Firmenjahr führt CCO Nicolas Lehner unter anderem auf langfristige strategische Weichenstellungen, gezielten Investitionen und risikobedachte Planung zurück: „Wachstumsmärkte können sich drehen, Nachfragen schwanken und Kosten steigen. Das haben wir 2025 vor allem im Getränkemarkt und im Recycling erlebt – und es trifft die gesamte Branche schmerzlich. Umso wichtiger sind ein klarer Plan und Fokus auf den Kundennutzen. Beides treiben wir bei ALPLA konsequent voran.“
Der Vorstand von ALPLA (von links): Ricardo Rehm (CFO), Walter Ritzer (COO), Nicolas Lehner (CCO), Philipp Lehner (CEO) und Klaus Allgäuer (CTO).
Aufschwung in Amerika, Westeuropa unter Druck
Positiv sind die Geschäftsentwicklungen in Nord- und Südamerika sowie die starken Resultate im Bereich Extrusionsblasformen (EBM). „Der Markt wächst wieder und wir sind bestens vorbereitet. Dazu haben wir in den vergangenen Jahren die richtigen Schritte gesetzt: Wir haben unsere Effizienz gesteigert, Beziehungen gepflegt, das Angebot diversifiziert und Fachkräfte entwickelt“, betont Lehner. Gleichzeitig stehen die Margen branchenweit unter Druck, was auf gestiegene Kosten und eine schwache Nachfrage, insbesondere in Westeuropa, zurückzuführen ist.
Investitionen in Standorte und Technologien, der Aufbau des Ausbildungswesens in den USA sowie der Einstieg ins südamerikanische Recycling förderten den nachhaltigen Aufschwung. Auf globaler Ebene wurde die Spritzguss-Division ALPLAinject 2025 um die sechs Standorte von KM Packaging verstärkt. ALPLApharma hat sich mit deutlich gesteigerter Präsenz am Markt für pharmazeutische Verpackungen etabliert. Chancen für die Zukunft rechnet sich ALPLA bei faserbasierten Lösungen von Paboco und Blue Ocean Closures (BOC) aus.
Verpackungs- und Recyclingspezialist ALPLA blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 in Nord- und Südamerika zurück.
Pionier für Recycling
Die Division ALPLArecycling blickt auf ein durchwachsenes Jahr zurück – nicht zuletzt aufgrund regulatorischer Prozesse in der EU und der anhaltenden Preisproblematik. „Neuware ist um ein Vielfaches günstiger als Recyclingmaterial. Während die Nachfrage sinkt und die Kosten steigen, wächst die Gefahr von minderwertigen Importen aus Drittstaaten. Wenn die EU nicht gegensteuert, wird die PPWR zum Eigentor“, warnt Lehner. ALPLA setzt sich gemeinsam mit anderen Industriebetrieben für faire Bedingungen ein.
Mit neuen Recyclingzielen bis 2030 will ALPLA trotz der Herausforderungen am Recyclingmarkt auch künftig die Pionierrolle in der Kreislaufwirtschaft verteidigen. Innovative Projekte wie die kürzlich mit NTCP in den Niederlanden gestartete Kooperation für die Herstellung von lebensmitteltauglichem HDPE-Recyclingmaterial geben die Richtung vor. Der Anteil an Post-Consumer-Recyclingmaterial (PCR) soll bis 2030 auf 30 Prozent gesteigert werden. Dazu erweitert ALPLA die derzeit installierte und projektierte Output-Kapazität von 400.000 auf 700.000 Tonnen. Ab 2026 fließen 15 Millionen Euro jährlich ins Recycling.