9. April 2020

Tethered Caps: fest mit der Flasche verbunden

Verschlusskappen, die nach dem Öffnen und während der Verwendung fest mit der Flasche verbunden bleiben (engl. Tethered Caps) – in rund vier Jahren wird dies EU-weit für Konsumenten zum Alltag gehören. Der Grund ist eine Richtlinie der Europäischen Union, die zum Ziel hat, die Anzahl weggeworfener Verschlüsse in der Natur zu reduzieren. Was auf dem Papier einfach klingt, stellt Hersteller vor neue Herausforderungen. ALPLA präsentiert jetzt seine innovativen Lösungen für Tethered Caps.

Im Juni 2019 veröffentlichte die Europäische Union die Richtlinie 2019/904 über die Verringerung der Auswirkungen bestimmter Kunststoffprodukte auf die Umwelt. Darin wird unter anderem ein kreislauforientierter Ansatz beim Umgang mit Einweg-Getränkeverpackungen aus Kunststoff und speziell mit ihren Verschlüssen gefordert. Diese gelangen häufig als separater Abfall in der Umwelt. Die Anforderungen sehen nun vor, dass Deckel und Verschlüsse während der gesamten Verwendungsdauer fest an den Flaschen oder Verbundverpackungen bis zu einem Fassungsvermögen von drei Litern befestigt bleiben müssen. Entsprechende Vorschriften müssen von den Mitgliedsstaaten bis spätestens Juli 2024 in Kraft gesetzt werden.

Neuentwicklungen notwendig

Die gesetzlichen Anforderungen erfordern ein Umdenken auf Seiten der Hersteller. Denn die neuen Verschlüsse müssen zum einen zu den bestehenden Flaschenmündungstypen kompatibel sein, zum anderen sollen sie die Bedürfnisse des Verbrauchers nach einer praktischen, komfortablen sowie qualitativ hochwertigen Lösung erfüllen. Das Design der Verschlusslösung wurde jedoch bislang im wahrsten Sinne des Wortes „losgelöst“ von der jeweiligen Verpackung betrachtet. Maßgeblich waren die geltenden Normen für die handelsüblichen Schraub- und Druckverschlüsse. Nun müssen zusätzlich auch die individuellen Verpackungsdesigns berücksichtigt werden, damit die Lösung anwenderfreundlich bleibt. Dies macht die Entwicklung komplett neuer Verschlusskappenmodelle notwendig.

Verschlusslösungen von ALPLA

Die nun von ALPLA angebotenen Designs „Relax“ und „Soul“ werden den Anforderungen an nachhaltige und zugleich funktionale Verschlusslösungen gerecht. Für beide gilt:

1. Für ihre Herstellung wird kein zusätzliches Material im Vergleich zu herkömmlichen Verschlusskappen benötigt.

2. Die Verschlüsse bleiben über den gesamten Lebenszyklus von der Herstellung bis zur Entsorgung fest mit der Getränkeverpackung verbunden und erzeugen somit keinen separaten Abfall.

3. Es sind keine technischen Anpassungen oder zusätzlichen Investitionen bei den bestehenden Abfülllinien notwendig.

4. Ihre Anwendung ist auf unterschiedliche Verpackungsgrößen möglich.

Modell „Relax“  

Dieses Modell bietet dem Verbraucher die Möglichkeit, die Verschlusskappe nach dem Öffnen je nach Wunsch in insgesamt drei unterschiedlichen Positionen unterhalb der Öffnung am Flaschenhals zu fixieren. Durch zwei Bänder bleibt der Verschluss mit der Verpackung verbunden. Öffnung und Flaschenhals sind in einem Radius von 360 Grad frei, genauso wie bei einem losgelösten Verschluss. Die Verschlusslösung eignet sich für Flaschenmündungen vom Typ 1881, 1810 und 38/2start.

Modell „Soul“

Bei dieser Variante lässt sich die Verschlusskappe nach dem Öffnen um ca. 160 Grad aufbiegen und mit einem kleinen Stift am Gewinde befestigen. Dieses Arretieren verhindert ein Zurückfedern der Verschlusskappe und bietet dem Verbraucher einen ungestörten Trinkgenuss. Der Verschluss ist für den Mündungstyp 1810 und 38/2start erhältlich.

Modell „Dance“

In dieser Ausführung bleibt die Verschlusskappe nach dem Öffnen über ein einzelnes Band mit dem Verschlussring am Flaschenhals verbunden. Sie kann dadurch flexibel in der gewünschten Position neben der Öffnung platziert werden. Diese Verschlusslösung existiert für den Mündungstyp 1881 und hat eine Bandlänge von 15 Millimeter.

Autorenprofil

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Walter Knes, Global Sales Director Closure Systems, Injected Parts and Pharma

Walter Knes startete seine Karriere bei ALPLA im Jahr 1992. Er entdeckte rasch seine Leidenschaft für den Spritzguss und war in diesem Bereich viele Jahre in leitenden Funktionen aktiv. Seit 2008 ist er Global Sales Director für den Bereich Closure Systems, Injected Parts und Pharma. Er schätzt an ALPLA besonders die Vorzüge eines Familienunternehmens: „Man hat die Möglichkeit, mit jungen Nachwuchskräften genauso zusammenzuarbeiten wie mit erfahrenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und Vorstandsmitgliedern.“

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