20. August 2019

Neue Verpackungen schneller zur Marktreife führen

Christoph Plankel, Head of Product Design bei ALPLA, berichtet in diesem Blogpost von seinen Erfahrungen mit dem Store Visualizer bei der Entwicklung neuer Verpackungslösungen. Sein Fazit: Diese Technologie ist alles andere als nur eine coole Spielerei.

Seit ich in der Abteilung Product Design von ALPLA mit dem Store Visualizer arbeite, bin ich ein begeisterter Anwender dieser Softwarelösung. Ich finde es faszinierend, wie wir mit diesem Tool erste Designideen in einem sehr frühen Stadium des Entwicklungsprozesses sprichwörtlich zum Leben erwecken können. Bis in das kleinste Detail lassen sich Prototypen simulieren: glänzende oder matte Oberflächen, Farben, der Füllspiegel bei transparenten Flaschen, die Lichtsituation im Regal.

Was uns anfangs auch intern beschäftigte, ist die Frage, ob das alles nur eine Spielerei ist. Wo liegen die Vorteile für unsere Kunden? Wie hilft der Store Visualizer meinem Team bei der Entwicklung neuer Verpackungssysteme? Wie können wir die Vorteile dieser Technologie möglichst gut nutzen?

Tempo erhöhen

ALPLA produziert viele Verpackungen für sogenannte Fast Moving Consumer Goods, also schnelllebige Konsumgüter des täglichen Bedarfs. Diese Branche agiert äußerst dynamisch: Gute Reaktionsfähigkeit, wettbewerbsfähige Innovationen als Antwort auf aktuelle Trends und deren rasche Markteinführung sind entscheidend. Mit Hilfe digitaler Technologien verschaffen wir unseren Kunden den nötigen Vorsprung. Die Zeit zwischen ersten Designvorschlägen aus unserer Abteilung bis zu Prototypen hat sich auf ein Minimum verkürzt. Mit dem Store Visualizer lassen sich Designs rasch dreidimensional darstellen und in einer reellen Umgebung betrachten.

Gute Entscheidungen ermöglichen

Wobei wir schon beim nächsten Vorteil sind: Wir sprechen hier von einer sehr frühen Phase der Produktentwicklung. Trotzdem können unsere Designideen für eine neue Verpackung im Store Visualizer überraschend realitätsnah dargestellt werden. Oberflächen, Farben und Farbverläufe, Transparenz, Füllspiegel, unterschiedliche Etiketten – all das wird im virtuellen 3D-Modell bereits sicht- und erlebbar. Mit dem erforderlichen technischen Equipment (VR-Brille, Sensoren und Controller) kann man sogar mit den Produkten interagieren: Sie aus dem Regal nehmen, drehen und von allen Seiten betrachten und so die Anwendbarkeit erfahren. Das Erlebnis ist um ein Vielfaches realistischer, als wenn man ein Modell aus einem 3D-Drucker in der Hand hält. Das hilft uns in der Abteilung bei der Verbesserung erster Ideen und unterstützt unseren Kunden schließlich bei der Entscheidung für ein Design.

Härtetest am Point of Sale

Wie schon erwähnt, der Wettbewerb spielt stets eine große Rolle. Wie schlägt sich ein neues Produkt im Vergleich mit der Konkurrenz? Auch diese Frage können wir mit dem Store Visualizer beantworten. Und zwar nicht im Meetingraum anhand von Renderings und Prototypen, sondern am Point of Sale. Also dort, wo das Produkt den harten Konkurrenzkampf bestehen muss und für den Endkonsumenten der „First Moment of Truth“ stattfindet: im Supermarkt-Regal, im Display an der Kasse oder in der Kosmetikabteilung einer Drogerie. Es ist möglich, die Verpackung im virtuellen Regal neben anderen Designvorschlägen oder Konkurrenzprodukten zu platzieren. Dabei lassen sich die Rahmenbedingungen am Point of Sale wie beispielsweise die Beleuchtung optimal berücksichtigen.

Ein Tool für die Zukunft

Warum mich diese Technologie so fasziniert, habe ich hoffentlich hinlänglich erklärt: Wir können Ideen erleben, die wir früher auf dem Papier beurteilen mussten. Wir verkürzen Entwicklungszeiten, was natürlich Kosten spart, beispielsweise für aufwändig produzierte Pilotwerkzeuge und Prototypen. Entscheidungen können nicht nur schneller, sondern auch gut fundiert fallen. Auch die Zusammenarbeit aller am Entwicklungsprozess beteiligten Personen profitiert aus meiner Sicht. Die Vernetzung und Kommunikation kann zukünftig im virtuellen Raum über große Distanzen online geführt werden. Ich erwarte zudem weitere Vorteile, wenn wir Technologien wie den Store Visualizer mit Methoden wie dem Eyetracking verknüpfen.

Haben Sie auch Feuer gefangen für neue Technologien? Dann lassen Sie uns diese gemeinsam nutzen.

Autorenprofil

Christoph Plankel, Head of Product Design

Christoph arbeitet bereits seit 2002 bei ALPLA, seit Anfang 2019 leitet er die Abteilung Product Design mit zwölf Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern am Headquarter Hard. Als Product Designer, Simulationsingenieur und Leiter der Abteilung Modelling & Simulation erwarb er umfassende Kenntnisse über den Entwicklungsprozess bei ALPLA. Fasziniert ist er, wenn er erste Ideen als virtuelle Prototypen erleben und diese dann schließlich als marktreifes Produkt in Händen halten kann.