Hard, 30. September 2019

Vorteile für Umwelt und Menschen: Heimkompostierbare Kaffeekapseln

Kaffee ist Genuss. Wir alle gönnen uns morgens und auch gerne zwischendurch eine Tasse Kaffee, genießen den herrlichen Duft und freuen uns über die belebende Wirkung. Dabei greifen immer mehr Konsumenten zu in Kapseln verpacktem Kaffee. Kaffeekapseln ermöglichen nicht nur eine besonders einfache Zubereitung, sondern überzeugen dank aromadichter Versiegelung auch durch die hohe Qualität des Endprodukts. Wäre da nicht der Abfall, der am Ende eines Tages oder einer Woche übrigbleibt …

Eine Lösung dafür ist die aus dem Werkstoff Golden Compound green des deutschen Materialentwicklers und -herstellers Golden Compound entwickelte Kapsel, die ALPLA produziert und weltweit vertreibt. Bereits im Oktober 2018 präsentierten die Partner gemeinsam die zertifiziert heimkompostierbare Kaffeekapsel aus dem biobasierten Werkstoff mit gemahlenen Naturfasern der Sonnenblumenschale. Nach ihrem Gebrauch kann diese Verpackung auf dem Gartenkompost entsorgt werden. Sowohl Kapsel als auch Filtervlies bauen sich dort innerhalb von sechs Monaten ab. Das bestätigt die Zertifizierung „OK compost HOME“ von TÜV Austria. Die Verpackungslösung ist zudem völlig frei von Aluminium und gentechnisch veränderten Organismen.

Tests belegen Vorteile für Umwelt

Seit der Produktpräsentation hat ALPLA fortlaufend an der Verbesserung der Produktionsprozesse gearbeitet und Golden Compound hat umfangreiche Tests der Kaffeekapseln durchführen lassen. Verschiedene unabhängige Institute führten Praxisversuche zum biologischen Abbau der Kapseln (industriell und Heimkompost) durch oder verglichen die Ökobilanzen der zertifiziert heimkompostierbaren Kaffeekapsel mit Konkurrenzprodukten.

Das unabhängige nova-Institut bestätigte im September 2019, dass die Entsorgung gebrauchter Kaffeekapseln im Gartenkompost vielfältige Vorteile für Menschen und Umwelt mit sich bringt. Schon bei der Produktion der Kapseln werden fossile Ressourcen geschont. Durch die Entsorgung der Kapseln auf dem Gartenkompost reduzieren sich Abfallströme und Transportaktivitäten, da keine zentrale Sammlung notwendig ist. Der Kaffeesatz samt seinen nährstoffreichen Inhaltsstoffen bleibt durch die Heimkompostierung im Stoffkreislauf erhalten, die Endprodukte können als Dünger im Garten verwendet werden. Diese Art der Entsorgung fördert laut nova-Institut auch das Verständnis für natürliche Kreisläufe bei Konsumenten: „Insgesamt wird durch die heimkompostierbare Kaffeekapsel Kreislaufwirtschaft gelebt, da der gesamte Kapselabfall als Kompost eine sinnvolle Verwendung findet.“

Diese Beurteilung durch ein unabhängiges Institut ist für ALPLA von großer Bedeutung. Denn generell verfolgt ALPLA das Ziel, dass bis 2025 alle Verpackungen zu 100 Prozent recyclingfähig sein sollen, und setzt sich weltweit für den Ausbau der Recyclingaktivitäten ein. Kunststoff soll möglichst lange im Wertstoffkreislauf erhalten bleiben und nach Möglichkeit wieder zu Flaschen oder anderen Verpackungen recycelt werden. Downcycling und thermische Verwertung sind laut ALPLA so gut wie möglich zu vermeiden. Bei den Kaffeekapseln ist das Kompostieren allerdings absolut sinnvoll, wie oben dargestellt.

Details zur heimkompostierbaren Kaffeekapsel von ALPLA und Golden Compound

Die Kapsel wird aus dem Werkstoff Golden Compound green hergestellt. Dieses Material besteht aus einem biobasierten Werkstoff (BioPBSTM) und gemahlenen Naturfasern der Sonnenblumenschale. PBS kann vollständig aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt werden und ist biologisch abbaubar. Es wird damit Kohlenstoff genutzt, den Pflanzen zuvor aus der Atmosphäre aufgenommen haben. So entsteht ein Kohlenstoffkreislauf, der den CO2-Gehalt in der Atmosphäre nicht erhöht. Die verwendeten Naturfasern aus den Schalen von Sonnenblumenkernen sind ein Nebenprodukt aus der Nahrungsmittelindustrie und stehen nicht in Konkurrenz zur Lebensmittelproduktion.

Zudem verfügt Golden Compound green über sehr gute Barriere-Eigenschaften. Die Sauerstoffbarriere ist mit herkömmlichen Kunststoffen wie beispielsweise PBT vergleichbar. Damit ist die monoschichtige Kaffeekapsel aromadicht, es reicht eine einfache Umverpackung, beispielsweise aus Papier.

Umfangreiche Tests und Zertifikate (u. a. „OK compost HOME“ von TÜV Austria) belegen, dass sich die Kaffeekapsel auf dem Gartenkompost innerhalb von sechs Monaten abbaut. Das Material Golden Compound green wird in seine grundlegenden Bausteine Wasser, CO2 und Biomasse abgebaut, es hinterlässt dauerhaft keine Mikropartikel. Beim Kompostieren entstehen Humus und Dünger, der Kaffeesatz enthält Pflanzennährstoffe wie Kalium, Phosphor und Stickstoff. Im Gegensatz zur thermischen Verwertung bleiben die Nährstoffe des Kaffeesatzes im Stoffkreislauf.