Hard, 8. August 2019

Flaschen aus hundert Prozent rPET auf dem Vormarsch

Mineralwasserflaschen können aus hundert Prozent rPET hergestellt werden. Vöslauer liefert den Beweis.

Mit über vierzig Prozent Marktanteil ist Vöslauer in Österreich die Nummer eins bei Mineralwasser. Für das Familienunternehmen ist Nachhaltigkeit ein wesentlicher Bestandteil der Unternehmensphilosophie und -strategie. Ressourcenschonend, nachhaltig, so leicht wie möglich und alltagstauglich: Das sind die Anforderungen, die Vöslauer an die Verpackungen beziehungsweise Flaschen für sein natürliches Mineralwasser stellt. Der Anspruch ist, der innovative und richtungsweisende Nachhaltigkeitsmotor der Branche zu sein.

So erfolgte bereits 2006 – gemeinsam mit vier anderen heimischen Getränkeherstellern – die Gründung des eigenen Recyclingunternehmens „PET to PET“. Der Launch der ersten PET-Flaschen aus hundert Prozent rPET (recyceltes PET) folgte. Nun sollen so rasch wie möglich alle PET-Flaschen auf das nachhaltige Material umgestellt werden. Dazu sind kompetente Partner erforderlich – wie ALPLA.

Copyright: Vöslauer

Bis zur Marktreife

Die Preforms für die PET-Mineralwasserflaschen von Vöslauer stellt das ALPLA Werk in Steinabrückl (Niederösterreich) her. Der Anteil von rPET – oder rePET, wie Vöslauer es nennt – wird dabei kontinuierlich gesteigert. „2018 liegt unser durchschnittlicher Recyclinganteil bei sechzig Prozent“, erklärt Vöslauer Geschäftsführer Herbert Schlossnikl. Werner Rosenberger, Leiter des ALPLA Werks in Steinabrückl, ergänzt: „Schon 2011 hatten wir mit ‚Balance‘ die erste Vöslauer-Flasche, die ausschließlich aus zu hundert Prozent wiederverwerteten PET-Flaschen bestand. Allerdings reichte die Qualität des Ausgangsmaterials damals nicht aus, um konstante Farben zu erzielen.“ „Trotzdem war es uns wichtig, am Ball zu bleiben und die Weiterentwicklung der Hundert-Prozent-rePET-Flasche voranzutreiben“, ergänzt Schlossnikl.

„Wir sind ein firmenübergreifendes Team, das gemeinsam an einem Ziel arbeitet und nicht lockerlässt“, beschreibt Werner Rosenberger die Zusammenarbeit zwischen ARA, die für die Sammlung der Flaschen zuständig ist, „PET to PET“ als Aufbereiter des Materials, ALPLA als Preform-Produzent und Vöslauer als Abfüller. So ist es nicht verwunderlich, dass bereits im Oktober letzten Jahres das Ziel erreicht wurde: die erste Getränkeflasche Österreichs aus hundert Prozent rPET auf den Markt zu bringen.

Die Basis des Erfolgs bildet das passende Ausgangsmaterial. Beim Spritzen der Preforms darf es keine Farbabweichungen geben. Zusätzlich muss beim Aufblasen im Werk von Vöslauer das Segmentgewicht genau kontrolliert werden. Eine Reihe weiterer entscheidender Parameter bleibt allerdings auch künftig ein gut gehütetes Geheimnis.

Vorerst hundert Millionen Flaschen pro Jahr

Die Umstellung des Sortiments auf hundert Prozent rPET erfolgt schrittweise: Bereits im Oktober 2018 launchte Vöslauer die 0,5-Liter-PET-Flasche ohne Kohlensäure in Österreich. Im März 2019 wurden sämtliche Vöslauer „ohne“-Produkte auf das nachhaltige Material umgestellt, gefolgt von ausgewählten Vöslauer „prickelnd“-Produkten in der 1-Liter-PET-Flasche. In Deutschland gibt es Vöslauer Mineralwasser in Hundert-Prozent-rPET-Flaschen bereits seit Anfang 2019.

Die Produktionsmenge wird im ersten Jahr vermutlich bereits bei hundert Millionen Flaschen liegen. Der Bedarf ist aber größer: „Wir sind darauf angewiesen, dass möglichst alle PET-Flaschen im Wertstoffkreislauf bleiben“, beschreibt Herbert Schlossnikl die Herausforderung. „Richtiges Sammeln und Trennen sind dafür wichtige Parameter und das Bewusstsein, dass PET ein wertvoller Rohstoff ist, der nicht in den Restmüll gehört. Nur so sind wir in der Lage, so bald wie möglich nur noch Flaschen aus hundert Prozent rePET herzustellen.“

Weiterführende Informationen: www.repet.com oder www.voeslauer.com.   

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