Vom Abfall zurück in die Produktion: Interne Kreislauflösung bei ALPLA
Ein laufendes Projekt bei ALPLA in Mansfield, England, zeigt, wie durch technische Innovation betriebsinterne Produktionsabfälle in wertvolle Rohstoffe umgewandelt werden können, während gleichzeitig Kosten und Umweltauswirkungen erheblich reduziert werden.
Von der Verbrennung zurück in den Kreislauf
Bei der Produktion von Verschlüssen für Milch- und Molkereiverpackungen fallen regelmäßig defekte oder überschüssige Verschlüsse an. Eine zentrale Herausforderung für deren Recyclingfähigkeit ist die in die Verschlüsse integrierte Aluminium- oder Kunststofffolie. Aufgrund dieser Verbundmaterialstruktur konnten die Verschlüsse bisher nicht recycelt werden und mussten durch Verbrennung entsorgt werden. Neben der Umweltbelastung durch ungenutztes Material bedeutete dies auch einen zusätzlichen Kosten- und Arbeitsaufwand für den jeweiligen Standort.
Um diese Situation grundlegend zu verbessern, entwickelte und installierte das Team am Standort Mansfield eine spezielle Anlage, die die Folie zuverlässig von defekten und nicht verwendbaren Verschlüssen trennt. Nach der Trennung und Reinigung wird das Kunststoffmaterial granuliert und dem Produktionsprozess wieder zugeführt. Auf diese Weise wurde ein vollständig interner, geschlossener Recyclingprozess direkt im Werk etabliert.
Messbare Auswirkungen auf Umwelt und Effizienz
Seit der Einführung Anfang 2024 konnten über 30 Tonnen Material in die Produktion zurückgeführt werden. Der prozentuale Anteil der Abfälle an der Gesamtmenge des verwendeten Materials liegt bei 0,9 %. Dies hat zu erheblichen Einsparungen bei der Entsorgung, dem Abfalltransport und dem Rohstoffverbrauch geführt. Gleichzeitig wurde der Bedarf an neuem Material erheblich reduziert, und die Menge der zur Verbrennung bestimmten Abfälle ist entsprechend zurückgegangen. Das Projekt verbindet somit ökologische und ökonomische Vorteile in einem ganzheitlichen Ansatz und stärkt nachhaltig die Ressourceneffizienz des Standorts.
Skalierung im Inland
Aufbauend auf dem Erfolg dieses Konzepts ist bereits der nächste Schritt geplant: Ab dem kommenden Jahr sollen die Abfälle eines zweiten britischen ALPLA-Standorts in das Verfahren integriert werden. Damit wird der interne Stoffkreislauf weiter ausgebaut und weitere erhebliche Einsparpotenziale erschlossen.
Das Projekt steht beispielhaft für das Engagement von ALPLA, Stoffkreisläufe konsequent zu schließen und wertvolle Ressourcen so lange wie möglich im System zu halten. Durch technisches Know-how, gezielte Prozessoptimierung und einen klaren Fokus auf Nachhaltigkeit leistet der britische Standort einen weiteren konkreten Beitrag zur Förderung der Kreislaufwirtschaft innerhalb der ALPLA Gruppe.
Gefallen Ihnen unsere Texte? Vielleicht sogar so gut, dass Sie sie in Ihren Medien auch verwenden wollen? Dann kontaktieren Sie uns bitte vorher!