86 % weniger Emissionen mit rHDPE aus Brasilien
Wie groß ist der Klimavorteil von Recyclingkunststoff tatsächlich? Eine neue standortspezifische Berechnung für das Werk von ALPLArecycling Brasilien in Sao Jose dos Pinhais liefert eine klare Antwort: Der Product Carbon Footprint (PCF) des dort produzierten rHDPE beträgt 0,34 kg CO₂e pro Kilogramm Material. Das entspricht einer Reduktion von rund 86 Prozent gegenüber HDPE-Neumaterial.
Standortspezifische Daten schaffen mehr Transparenz
Der Product Carbon Footprint (PCF) zeigt, welche Treibhausgasemissionen mit einem Material oder Produkt verbunden sind. Dadurch lassen sich unterschiedliche Materialoptionen fundiert vergleichen und Potenziale zur Reduktion der Klimawirkung einer Verpackung gezielt identifizieren. Gemeinsam mit dem langjährigen Partner c7-consult hat ALPLA die PCFs der Recyclingmaterialien in Brasilien und Österreich neu berechnet beziehungsweise aktualisiert. Besonders relevant ist dabei das Ergebnis für ALPLArecycling Brasilien in Sao Jose dos Pinhais. Hier wurde erstmals ein standortspezifischer Emissionsfaktor für recyceltes HDPE (rHDPE) ermittelt.
0,34 kg CO₂e pro Kilogramm rHDPE
Grundlage für die Berechnung waren detaillierte Daten zum eingesetzten Inputmaterial sowie zu den Reinigungs- und Granulierungsprozessen im Werk. Auf dieser Basis ermittelte c7-consult für das produzierte rHDPE einen Product Carbon Footprint von 0,34 kg CO₂e pro Kilogramm Material. Im Vergleich zu HDPE-Neumaterial bedeutet das eine Reduktion der Treibhausgasemissionen um rund 86 Prozent.
Das Ergebnis zeigt sehr konkret, welches Einsparungspotenzial der Einsatz von Recyclingmaterial bietet. Gleichzeitig schafft die standortspezifische Berechnung eine präzisere Grundlage für die Bewertung von Verpackungslösungen, in denen das brasilianische rHDPE zum Einsatz kommt.
Auch Österreich bestätigt das Potenzial
Auch für das Werk von ALPLArecycling in Wöllersdorf wurden die Emissionsfaktoren aktualisiert. Dort werden rHDPE-Flakes zu hochwertigen Granulaten für Injection Moulding und Extrusion Blow Moulding aufbereitet. Für diese Materialien wurde ein gewichteter Product Carbon Footprint von 0,44 kg CO₂e pro Kilogramm rHDPE ermittelt. Gegenüber HDPE-Neumaterial entspricht das einer Reduktion der Treibhausgasemissionen um rund 81 Prozent.
Bei rPET zeigt sich ebenfalls ein deutlicher Klimavorteil. Der Product Carbon Footprint der in Wöllersdorf produzierten rPET-Granulate wurde bereits zum dritten Mal auf Basis aktueller Daten berechnet und liegt bei 0,27 kg CO₂e pro Kilogramm rPET. Im Vergleich zu PET-Neumaterial bedeutet das eine Einsparung von rund 91 Prozent.
Die neuen Daten aus Brasilien und Österreich unterstreichen das erhebliche Potenzial von Recyclingkunststoffen zur Reduktion von Treibhausgasemissionen. Gleichzeitig ermöglichen die standortspezifischen und regelmäßig aktualisierten Werte eine immer präzisere Bewertung der Klimawirkung von Materialien und Verpackungslösungen.
Quelle der Berechnungen: c7-consult. Die Vergleichswerte für Neumaterialien basieren auf der wissenschaftlichen Datenbank Ecoinvent, Version 3.12.
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