5. November 2026

People at ALPLA - Interview mit Ed Nemo

Karrieren verlaufen nicht immer nach Plan. Ed Nemo kam eher zufällig zu ALPLA, startete als Projektingenieur und fand sich schon bald im Vertrieb wieder. Zwanzig Jahre und mehrere internationale Stationen später blickt er auf eine Karriere zurück, die ihn in die USA, nach China, Singapur und Europa geführt hat.

Ein Mann in Geschäftskleidung steht vor den Regalen mit den Kunststoffverpackungsprodukten von ALPLA.

Ed Nemo, Director of Sales Western Europe.

Ed, du bist vor Kurzem Director of Sales Western Europe geworden. Was umfasst deine neue Aufgabe?

Was meine Funktion umfasst, ist grundsätzlich klar. Wie und wo ich mich in der Praxis am besten einbringen kann, muss sich allerdings erst noch zeigen. Ich bin erst seit etwas mehr als einem Monat in dieser Position. Deshalb geht es derzeit vor allem darum, die Region kennenzulernen, Prioritäten zu identifizieren und herauszufinden, wo ich den größten Beitrag leisten kann.

Vor dieser Aufgabe hattest du eine ähnliche Position in APAC (Asia-Pacific). Wie unterscheidet sich Westeuropa von dieser Region?

Was die Verantwortung betrifft, sind die beiden Positionen sehr ähnlich. In beiden Fällen geht es darum, die Vertriebsaktivitäten einer Region zu steuern. Der Unterschied liegt in der Größe und Komplexität. Auch APAC ist mit seinen vielen Ländern und unterschiedlichen Kulturen bereits sehr vielfältig. Westeuropa spielt diesbezüglich aber noch einmal in einer anderen Liga. Das Geschäft hier zu überblicken, kann anfangs durchaus einschüchternd sein. Gleichzeitig ist es eine spannende Herausforderung.

Du bist seit 20 Jahren bei ALPLA. Was hat dich ursprünglich an dem Unternehmen gereizt?

Ehrlich gesagt: Ursprünglich hat mich gar nichts gezielt zu ALPLA geführt. Während meines Studiums in Iowa City in den USA kam ich auf einer Karrieremesse an der Universität eher zufällig mit ALPLA in Kontakt. Ich begann ein Gespräch mit einem Recruiter, und daraus ergab sich die Möglichkeit zu einem Bewerbungsgespräch. Bei ALPLA zu arbeiten, war nie Teil meines Plans. Es war einfach einer dieser Momente im Leben, in denen sich durch einen Zufall eine Tür öffnet. Als ich dann einmal im Unternehmen war, stellte ich nach und nach fest, dass ALPLA ein großartiges Unternehmen und ein guter Arbeitgeber ist. Zwanzig Jahre später bin ich immer noch hier.

Wenn du zurückblickst: Welche Erfahrungen haben dich beruflich am meisten geprägt?

Ganz eindeutig meine ersten Jahre bei ALPLA. Ursprünglich wurde ich als Projektingenieur eingestellt und hatte keinerlei Absicht, eine Karriere im Vertrieb einzuschlagen. Doch nur wenige Monate nach meinem Einstieg gratulierte mir mein damaliger Vorgesetzter Ken überraschend dazu, dass ich das neueste Mitglied unseres Vertriebsteams sei.

Diese Erfahrung hat meine berufliche Laufbahn verändert. Plötzlich fand ich mich in der kaufmännischen Welt wieder und musste sehr schnell lernen, worauf es bei Kundenbeziehungen, Verträgen, Preisgestaltung und kaufmännischen Entscheidungen ankommt. Diese Jahre haben mich nachhaltig geprägt.

Inwiefern hilft dir dein technischer Hintergrund im Vertrieb?

Er hat dazu beigetragen, dass ich heute ein vielseitiges Verständnis für unser Geschäft mitbringe. Durch meine langjährige Tätigkeit im Vertrieb kenne ich die kaufmännische Seite, bin aber gleichzeitig technisch orientiert. Ich beschäftige mich gerne mit Zahlen, Berechnungen und Details. Ich bin zwar kein Experte für operative Abläufe, verstehe aber, wie unsere Werke funktionieren und kenne die grundlegenden Anforderungen unserer Produktion. Meine technische und ingenieurwissenschaftliche Denkweise ergänzt somit meine kaufmännische Erfahrung und hilft mir, bessere Lösungen für Herausforderungen zu finden.

Welche Fähigkeiten sind heute im Vertrieb besonders wichtig?

Beziehungen werden immer wichtig bleiben. Vertrauen aufzubauen, ist nach wie vor eine grundlegende Voraussetzung für erfolgreiche Kundenbeziehungen. Gleichzeitig wird die Geschäftswelt zunehmend datengetrieben. Kunden verfügen über immer fundiertere betriebswirtschaftliche Kenntnisse. Unternehmen wie ALPLA und ihre Vertriebsmitarbeiter müssen deshalb auch im Umgang mit Zahlen entsprechend stark sein.

Erfolg erfordert heute beides: Gute Beziehungen sind entscheidend, müssen aber durch Fakten, Daten und ein fundiertes Verständnis des Geschäfts untermauert werden.

Welcher ALPLA-Grundsatz ist dir als Führungskraft besonders wichtig?

Verlässlichkeit. Ohne Verlässlichkeit ist es sehr schwierig, ein produktives Arbeitsumfeld zu schaffen. Du musst dich auf die Menschen in deinem Team ebenso verlassen können wie auf deine Vorgesetzten und Kolleginnen und Kollegen. Alle müssen wissen, dass sie aufeinander zählen können. Für mich ist Verlässlichkeit eine der wichtigsten Grundlagen für eine erfolgreiche Zusammenarbeit.

Ed Nemo im Gespräch mit Gernot Schweigkofler (der von hinten zu sehen ist)

Verlässlich sein ist für Ed Nemo ein wichtiger Grundsatz.

Welchen Rat würdest du Kolleginnen und Kollegen geben, die bei ALPLA beruflich weiterkommen möchten?

An erster Stelle steht für mich harte Arbeit. Ich bin nicht immer der klügste Mensch im Raum, aber ich bin überzeugt, dass Fleiß und Disziplin wesentlich dazu beigetragen haben, dass ich in meiner beruflichen Laufbahn erfolgreich war. Harte Arbeit ist etwas, das jeder selbst beeinflussen kann. Also: Arbeite engagiert und erledige die Dinge nicht nur halbherzig.

Für eine internationale Karriere sind Aufgeschlossenheit und Flexibilität ebenso wichtig. Viele der Möglichkeiten, die meine Laufbahn geprägt haben, waren keine, nach denen ich aktiv gesucht hätte. Ich hatte nie geplant, rund um die Welt zu ziehen. Wer aber bereit ist, die eigene Komfortzone zu verlassen, kann Chancen entdecken, mit denen er oder sie niemals gerechnet hätte.

Deine Karriere hat dich von den USA nach Europa und Asien geführt. Wie sah dieser Weg aus?

Ich habe in Iowa City begonnen, bevor ich nach Lima in Ohio und anschließend nach Cincinnati wechselte. Nach einem kurzen Aufenthalt in der ALPLA-Zentrale ging es für mich nach Shanghai, wo ich zehn Jahre verbrachte. Darauf folgten fünf Jahre in Singapur und schließlich der Wechsel nach Europa. Wie gesagt: Diese Reise war nicht von langer Hand geplant. Durch meine Aufgeschlossenheit hat sich alles einfach so ergeben.

Erzähl uns ein wenig über dich. Was machst du gerne in deiner Freizeit?

Ich bin gerne draußen und in der Natur. Als ich jünger war, spielte Sport eine sehr große Rolle in meinem Leben. Ich habe so ziemlich jede Sportart ausprobiert, bei der ein Ball im Spiel war. Mit zunehmendem Alter betreibe ich zwar weniger Sportarten, aber aktiv zu sein, ist mir nach wie vor wichtig.

Heute gehe ich gerne laufen, spiele Golf oder Baseball, gehe angeln und trainiere im Fitnessstudio. Ich bin niemand, der gerne das ganze Wochenende vor dem Fernseher sitzt. Ich bin lieber auf den Beinen und verbringe Zeit im Freien.

Gibt es einen Ort auf der Welt, der dich besonders beeindruckt hat?

Einen bestimmten Lieblingsort kann ich gar nicht nennen, aber einige Reiseziele sind mir besonders in Erinnerung geblieben. Schottland hat mich mit seiner beeindruckenden Naturschönheit begeistert. Auch meine Reisen nach Japan waren unvergesslich, und Tasmanien hat mich ebenfalls nachhaltig beeindruckt. Ich hatte das Glück, im Laufe der Jahre viel reisen zu können. Statt einen einzigen Lieblingsort zu nennen, würde ich sagen, dass es mehrere Orte gibt, die einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen haben.

Wenn du jeden Tag eine zusätzliche Stunde ganz für dich hättest: Wie würdest du sie verbringen?

Ich würde sie zum Lesen nutzen. Mein Vater hat mich immer dazu ermutigt, jeden Tag zu lesen. Als ich jünger war, fand ich diesen Rat ziemlich lästig, weil ich viel lieber Sport treiben wollte. Mit zunehmendem Alter habe ich jedoch verstanden, wie wertvoll sein Rat war.

Wie vielen anderen Menschen fällt es auch mir oft schwer, mir ausreichend Zeit zum Lesen zu nehmen. Hätte ich jeden Tag eine zusätzliche Stunde, würde ich sie dafür nutzen, ein oder zwei Kapitel eines Buches zu lesen.

Zum Abschluss: Kannst du ALPLA mit drei Worten beschreiben?

Stabil. Unbekannt. Fair. Stabil, weil unsere Branche unglaublich widerstandsfähig ist. Konsumentinnen und Konsumenten verwenden unsere Produkte jeden Tag. Unbekannt, weil viele Menschen zwar die Marken kennen, die wir beliefern, aber nicht unbedingt das Unternehmen hinter der Verpackung. In gewisser Weise agiert ALPLA also eher im Hintergrund.

Und fair, weil ich ALPLA während meiner gesamten beruflichen Laufbahn als ein Unternehmen mit besonnenen Menschen erlebt habe. Ich kann mich kaum an Situationen erinnern, in denen sich jemand mir gegenüber irrational oder unfair verhalten hätte. In diesem Sinne ist ALPLA für mich ein faires Unternehmen.

Vielen Dank, Ed, dass du deine Geschichte mit uns geteilt hast!

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