Hard, 26. August 2020

Menschen bei ALPLA – Interview mit Narendran Anumula

Narendran hat mit seinen 34 Jahren schon viel erreicht. Nach dem Bachelorabschluss in Indien zog es ihn für zweieinhalb Jahre nach Deutschland, wo er in Bochum den Master in Computational Engineering abschloss. Der rechnergestützten Wissenschaft blieb er auch während seiner Promotionszeit an der University of Belfast in Nordirland treu. Seine Doktorarbeit im Bereich Modelling and Simulation entstand in Zusammenarbeit mit ALPLA. Seit September 2018 arbeitet er am Unternehmenssitz in Hard. Anfang 2020 sind seine Frau und der einjährige Sohn zu ihm nach Österreich gezogen.  

Name: Narendran Anumula
Standort: Hard (AUT)
Position: Modelling and Simulation Development Engineer

Was ist deine Aufgabe bei ALPLA?

Ich programmiere am Computer virtuelle Modelle für Produkte und Produktionsprozesse auf Basis numerischer Simulation. Damit unterstütze ich die Design-, Entwicklungs- und Produktionsteams bei ihrer Arbeit. Vereinfacht ausgedrückt: Ich bringe „Leben“ in ein Produkt, das es so (noch) nicht gibt, und lasse es so real wie möglich erscheinen. Ist die Simulation glaubhaft und zuverlässig, liefert sie Qualitätsdaten, mit denen mögliche Herausforderungen vorhergesehen und Lösungen gefunden werden können, bevor die tatsächliche Erstellung von Mustern beginnt.

Mit wem würdest du gerne den Job tauschen, wenn du könntest?

Da mein Job eher mathematischer Natur ist und sich hauptsächlich mit dem Programmieren und mit Simulationssoftware beschäftigt, würde es mich reizen, mal mit den Kollegen aus der Forschungs- und Entwicklungsabteilung zu tauschen, um in echten Testumgebungen noch mehr über die Eigenschaften und das Verhalten von neuen Materialien wie biologisch abbaubaren Polymeren oder recycelten Materialien zu lernen.

Was ist bis heute deine größte Errungenschaft – persönlich oder beruflich?

Die wichtigste Entscheidung in meinem Leben war sicherlich die, 2010 meinen Job aufzugeben und Indien zu verlassen, um nach Europa zu gehen. Diese Phase war für mich eine riesige Herausforderung, sowohl beruflich als auch privat. Sie gemeistert zu haben, macht mich stolz und glücklich.

Wo ist dein Lieblingsort auf dieser Welt?

Ich spüre eine tiefe Verbundenheit zu meinem Heimatort Konayapalem in Südindien und speziell zum dortigen Ram-Tempel.

Wer ist der Held deiner Kindheit?

Ich erinnere mich, dass ich während meiner Kindheit den Cricket-Spieler Sachin Tendulkar bewunderte. Wenn ich jetzt zurückblicke, muss ich sagen, dass mir die Rolle meines Vaters am meisten imponiert. Er hat Chancen für mich gesehen, lange bevor ich sie selber als solche begreifen konnte. Dazu gehörte die Möglichkeit zum Besuch einer englischsprachigen Schule in 60 Kilometern Entfernung vom Heimatort ebenso wie die Aufnahme eines Kredits auf sein Haus, damit ich ins Ausland gehen konnte. Dazu muss man wissen, dass mein Vater ein Purohit ist. Das ist ein Priester, der in bescheidenen Verhältnissen lebt.

Kannst du etwas Besonderes in deiner Muttersprache sagen?

In meiner Muttersprache Telugu sagt man „thananu thaanu eriginavadu sarvam grahinchagaladu“, was übersetzt in etwa heißt: „Wer sich selbst kennt, weiß alles.“

Was ist das Einzige, dem du nicht widerstehen kannst?

Spätestens um 22:30 Uhr einzuschlafen!

Nenne ein paar Dinge, die du noch im Leben machen möchtest.

Fließend Deutsch sprechen, die europäische Fahrerlaubnis bekommen und Paris besuchen.

Bitte beschreibe ALPLA in drei eigenen Worten.

Familie, führend, divers.

Welche Bedeutung hat der Slogan „Family of Pioneers“ für dich?

Für mich persönlich bedeutet der Slogan, dass ich mich der Firma sehr verbunden fühle. ALPLA hat mir viel ermöglicht in meinem beruflichen Leben, zunächst als Förderer im Rahmen meiner Doktorarbeit und jetzt als Arbeitgeber. Dafür bin ich dankbar. 

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