9. März 2026

Menschen bei ALPLA – Interview mit Isabel Villarreal

Nach vielen Jahren im Ausland kehrte Isabel Villarreal nach Spanien zurück und begann als Quality Manager bei SUMINCO, einem Unternehmen der ALPLA Group. Am Standort stellt sie sicher, dass Materialien höchste Qualitätsstandards erfüllen, bevor sie an Kunden ausgeliefert werden.

Isabel Villarreal in der Recyclinganlage von SUMINCO.

Isabel Villarreal, Quality Manager im SUMINCO Recyclingwerk in Vento di Banos.

Isabel, wo hast du gelebt, bevor du zu SUMINCO gekommen bist, und warum hast du dich für den Umzug entschieden?

Ich habe viele Jahre in England gelebt. Nach insgesamt 17 Jahren im Ausland habe ich mich aus persönlichen Gründen entschieden, nach Spanien zurückzukehren. Deshalb habe ich schon in Großbritannien aktiv nach einer Stelle gesucht – mein Ziel war es, erst umzuziehen, wenn ich bereits einen Job gefunden hatte.

Wie bist du auf die Stelle bei SUMINCO aufmerksam geworden?

Die Stelle habe ich über eine Personalvermittlung gefunden. Die Position passte sehr gut zu meinem Profil, und auch der Standort war ideal, weil ich ursprünglich aus einer nahegelegenen Stadt komme. Nach zwei Interviewrunden habe ich das Angebot erhalten. Kurze Zeit später bin ich mit meinem zweieinhalbjährigen Kind von England nach Spanien gezogen.

Was hat dich ursprünglich motiviert, im Ausland zu leben?

Ich war schon immer sehr an Sprachen und anderen Kulturen interessiert. Ich hatte zuvor Zeit in den USA verbracht und auch mehrere Sommer in England. Dadurch entstand der Wunsch, dauerhaft in Großbritannien zu leben. Außerdem erhielt ich ein staatliches Stipendium für einen dreiwöchigen Englischkurs in London. Diese Erfahrung hat mich darin bestärkt, mich dort um Stellen zu bewerben.

Wie hat sich deine berufliche Laufbahn in Großbritannien entwickelt?

Nach meinem Studium habe ich zunächst in der Pharmaindustrie gearbeitet, habe aber schnell gemerkt, dass dieser Bereich nicht ganz zu mir passt. Danach bin ich in die Automobilbranche gewechselt. Dort begann ich im Qualitätsmanagement und wurde später Quality Manager bei einem Unternehmen für Autolacke. Zu meinen Aufgaben gehörten Audits, Qualitätsmanagementsysteme, Laborarbeit sowie die Zusammenarbeit mit Kunden und Lieferanten..

Was hat dich an SUMINCO und der ALPLA Group besonders angesprochen?

Ganz ehrlich: Für mich ist das ein Traum. Ich hätte nicht erwartet, dass ich in einem kleinen, regionalen Unternehmen wie SUMINCO mit so vielen Menschen aus der ganzen Welt zusammenarbeite – das zeigt, wie global ALPLA im Hintergrund aufgestellt ist. In den letzten zweieinhalb Jahren habe ich Kolleginnen und Kollegen aus Österreich, Brasilien, Deutschland, Liechtenstein, Schweden und vielen weiteren Ländern kennengelernt. Ich arbeite täglich mit internationalen Kolleginnen und Kollegen, Lieferanten und Kunden zusammen – das gefällt mir sehr.

Was ist deine Rolle am Standort?

Ich bin Quality Manager am Standort. Meine Aufgaben haben zwei Schwerpunkte: Zum einen das Qualitätsmanagementsystem, also interne Audits sowie Kunden- und Lieferantenaudits. Zum anderen die operative Qualitätskontrolle in der Produktion. Täglich analysieren wir Proben – von den Rohstoffen über Zwischenprodukte bis hin zum Endprodukt – um sicherzustellen, dass alles den Spezifikationen entspricht, bevor es an unsere Kunden geliefert wird.

Was sind die größten Herausforderungen in deinem Arbeitsalltag?

Der Standort läuft rund um die Uhr, während das Qualitätsteam etwa 16 Stunden abdeckt. Wenn wir morgens zur Arbeit kommen, wissen wir manchmal noch nicht genau, was in der Nacht passiert ist. Es kann zum Beispiel zu Verunreinigungen oder anderen unerwarteten Situationen gekommen sein. Deshalb müssen wir uns schnell einen Überblick verschaffen und viel Zeit direkt in der Produktion verbringen.

Wie stellt ihr die Kommunikation zwischen den Schichten sicher?

Wir nutzen interne Kommunikationsgruppen und Schichtberichte. Morgens lesen wir zuerst den Nachtbericht, um zu verstehen, was passiert ist. Danach gehen wir direkt in die Produktion, um uns vor Ort ein Bild von der Situation zu machen.

Was ist dein wichtigstes „Werkzeug“ bei der Arbeit?

Ganz klar: das Team. Wichtiger als jede Maschine oder jedes Gerät sind meine Kolleginnen und Kollegen. Sie sind sehr engagiert, hoch qualifiziert und haben mir am Anfang sehr geholfen, mich in meine Aufgaben einzuarbeiten.

Was gefällt dir an deinen Aufgaben besonders?

Ich mag Audits! Sie erfordern viel Vorbereitung und Dokumentation, und die Monate davor können durchaus stressig sein. Aber gute Ergebnisse spiegeln die Arbeit des gesamten Teams wider – und Audits helfen uns, uns als Unternehmen weiterzuentwickeln.

Welche Verbesserungen hatten in den letzten Jahren den größten Einfluss am Standort?

Es gab bedeutende Investitionen, um Rohrleitungen, Anlagen und Produktionslinien stärker voneinander zu trennen und so Verunreinigungen zu vermeiden. Als ich angefangen habe, befand sich der Standort gerade im Übergang von einem Material mit geringeren Qualitätsanforderungen hin zu höherwertigen Produkten wie Natural- und Weißfarben. Dafür war die Anlage zunächst nicht vollständig vorbereitet, was zu Verunreinigungen und Kundenreklamationen führte.

Die Investitionen in getrennte Linien, Tanks und Lagerbereiche waren deshalb ein wichtiger Wendepunkt, und die Zahl der Reklamationen ist deutlich zurückgegangen. Heute ist der Prozess insgesamt viel stärker kontrolliert: Wir prüfen eingehende LKWs, sortieren Flaschen, kontrollieren Flakes und Pellets aus Extrusion und Deodorisierung und führen Analysen beim Beladen durch – egal ob in Zisternen oder Big Bags.

Wie motivierst du dein Team?

Mir ist positives Feedback wichtig – nicht nur dann, wenn etwas schiefgeht. In Corporate-Quality-Meetings hebe ich zum Beispiel hervor, wenn besonders viele LKWs analysiert und bei Bedarf zurückgewiesen wurden, um die Produktqualität zu schützen. Dabei nenne ich immer auch die Kollegin oder den Kollegen, der dafür verantwortlich war. Intern feiern wir ebenfalls gemeinsam, wenn Projekte oder Berichte erfolgreich abgeschlossen sind..

Was ist aus deiner Sicht die größte Stärke des Standorts?

Die Menschen. Die größte Stärke des Standorts sind die Mitarbeitenden – und deshalb ist es wichtig, gut auf sie zu achten.

Wenn Netflix einen Film über dein Leben drehen würde – wer würde dich spielen?

Penélope Cruz.

Gibt es ein Sprichwort, das du besonders magst?

Ja: „El que la sigue, la consigue.“ Das bedeutet so viel wie: Wer dranbleibt, erreicht sein Ziel.

Was motiviert dich jeden Morgen?

Mein Kind. Ich habe ein fünfjähriges Kind – das ist meine größte Motivation.

Was findest du besonders interessant an der Arbeit bei ALPLA?

Kein Tag ist langweilig. Ich lerne jeden Tag etwas Neues über verschiedene Bereiche und darüber, wie alles mit der Qualität unseres Produkts zusammenhängt. Wir haben ein sehr erfahrenes Team, und ich schätze es sehr, von ihnen zu lernen und gleichzeitig meine eigene Erfahrung einzubringen.

Welchen Rat würdest du neuen Mitarbeitenden geben?

Der Anfang kann schwierig sein, und manchmal zweifelt man vielleicht an sich selbst. Aber mit harter Arbeit und guten Kolleginnen und Kollegen lohnt es sich. Mein Rat ist: Lernt von den Menschen, die schon viele Jahre am Standort arbeiten.

Beschreibe SUMINCO in drei Worten.

Qualität. Innovation. Vertrauen.

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